Pressestimmen:

Als wäre Oscar Peterson dabei gewesen

Jazzige Passionsmusik des Trios Kordes-Tetzlaff-Godejohann im Audienzsaal

VON THOMAS SCHULZE-ATHENS

Dass der Jazz eine seiner Wurzeln auch geistlicher Musik wie den Spirituals verdankt, wird von Vielen nicht bedacht. So war es nur folgerichtig, auch dem Jazz innerhalb der Reihe „Musica Sacra“ seinen Platz zu geben. (…)  Das Profi-Trio hatte es sich in der Vergangenheit zur Aufgabe gemacht, Oscar Petersons „Easter Suite“ nach über 20 Jahren wieder populär zu machen. (…) Beeindruckend, wie die drei Spieler es verstanden, der Jazzlegende Oscar Peterson auf ihre ganz persönliche Weise ein Denkmal zu setzen. Brillantes Klavierspiel, ein hochsensibler Drummer, der alle Nuancen seiner Percussion beherrschte (Jazz-Drummer sind einfach die besten Schlagzeuger!) und ein absolut zuverlässiger Bassist verstanden es, eine Atmosphäre herbeizuzaubern, die Einem den Eindruck vermitteln konnte, als sei der 2007 verstorbene Oscar Peterson persönlich anwesend. 
Paderborner Kreiszeitung  
    
 
Ein bleibender Eindruck
Mit großem Einfühlungsvermögen interpretierten die drei Musiker diese stimmungsreiche Musik. Olaf Kordes spielte seinen technisch anspruchsvollen Part mit wunderbarem Anschlag, Wolfgang Tetzlaff bewältigte Passagen, in denen Peterson den Bass in höchste Lagen führt. Herrlich passte dazu die Vielfalt in Godejohanns Spiel auf seinem sechsteiligen Schlagzeugset. (...) Mit einer Zugabe reagierte das Jazz-Trio auf den dankbaren Beifall der Zuhörer.
Susanne Döring, Darmstädter Echo, Echo-Online

    
Bestechende Perfektion in 9 Sätzen:
- ein mitreißendes Hörerlebnis.
- kammermusikalischer Jazz höchster Qualität.
- die drei Ausnahmemusiker spielten die „Easter Suite“ des Pianogiganten (…)
  mal 
mitreißend-dramatisch, mal zurückhaltend sensibel.
- Petersons Handschrift ließ sich nicht verleugnen.
- die Spielfreude der drei mündete in einem mitreißenden Hörerlebnis.
NWZonline 
         
Hingabe, die man hört:  
Mit hör- und sichtbarer Spielfreude begeisterte das Bielefelder Jazz-Trio Kordes/Tetzlaff/ Godejohann mit Oscar Petersons „Easter Suite“ und erntete donnernden Applaus. Der erste Satz der selten aufgeführten „Easter Suite“ war noch nicht ganz verklungen, da hielt es die ersten Zuhörer schon kaum noch auf ihren Sitzen. Ansteckend war sie, die Energie und Dynamik der drei Musiker, mit der sie die bewegende Passionsmusik von Peterson auf ihre Instrumente übertrugen. Mal mitreißend-dramatisch, mal zurückhaltend-sensibel erzählten Kordes, Tetzlaff und Godejohann den Leidensweg Jesu Christi im modernen melodischen Jazz-Gewand.  Die Zuhörer belohnten sie dafür mit minutenlangem Beifall und lautstarken Begeisterungsbekundungen. (…) Nach der Pause spielte das Trio eine abwechslungsreiche Mischung aus Klassikern und neu interpretierten Stücken. Dabei durften weder Dean Martins „Sway“ in einer eigenwilligen Abwandlung der Jazz-Virtuosen noch die „Gavotte“ von Jacques Loussier fehlen. 
Babett Jahn, Brake 
   
                  

Jazz vom Feinsten begeistert Zuhörer (...)
G
ewaltig war die Spielfreude, gewaltig war die Präzision und nicht minder gewaltig war das daraus resultierende Hörerlebnis. (…) Furiose Soli unterstrichen auch im Haus Siekmann die Dramatik der Musik und ließen die Zuhörer im Wortsinn erschauern, aber nicht erschrecken. Von zart bis hart, laut und leise, konnte sich kaum jemand der eindringlichen Musik entziehen. (…) „Einfach großartig, das war ein purer Genuss“, begeisterte sich der Theologe Prof. Dr. Ulonska und lobte die Veranstalter für die gelungene Wahl des Wochenauftakts. In der Pause gaben die Musiker ihren Zuhörern die Gelegenheit zum Gespräch, bevor sie im zweiten Teil eigene Kompositionen vorstellten.
Peter Schniederjürgen, Ahlener Zeitung

Locker, luftig, leicht: Das Trio bebildert technisch und musikalisch staunenswert. (...) Das Publikum ist gebannt von den gehaltvollen Improvisationskünsten, den mächtigen Crescendi. (...) Den Spielern liegt die Suite ebenso wie ein eigensinniges, eigenes Arrangement von Frank Sinatras "The Way You Look Tonight". (...) In der Zugabe nochmals der Beweis für bestes Miteinander: "You look good to me".
Birgit Jürgens, Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Das Ostertriumvirat initierte Auferstehung: Ein mitreißendes Hörerlebnis. Was man auf jeden Fall hört, sind 9 Sätze, die von bestechender Perfektion und Spielfreude künden und in der sich der Enthusiasmus der Musiker auf den Hörer überträgt.
Uta Jostwerner, Westfalenblatt

Bildhaft eindringlicher Jazz zum Karfreitag: Beeindruckende Interpretation von Oscar Petersons "Easter Suite" zum Karfreitag in St. Martin. (...) Kordes und Tetzlaff transkribierten den Mitschnitt und spielten eine eigene CD-Fassung ein. Das Ergebnis hat hohen Repertoirewert und verdient besondere Beachtung.
Ludger Rehm, Bramsche

Das Trio Kordes, Tetzlaff, Godejohann spielte kammermusikalischen Jazz höchster Qualität. (...) Jeder der nicht da war, hat allen Grund sich zu ärgern. (...) Petersons Passion ist anders. Er setzt auf die frohe Botschaft, die aus der Kreuzigung entstanden ist. Der Komponist kann nicht verleugnet werden. Die perlenden Läufe mit der rechten Hand, die Akzent gebende Linke, das ist typisch, das ist großartig. Gut, das Kordes sich als Jazzer zurücknahm und nicht der Interpretationswut anheim fiel. (...) Die Musik steht für sich.
Gunter Held, NW, Herford

        
Oscar Petersons "Easter Suite" ein großer Musikgenuss in der Thomaskirche:
Mit dem Trio Kordes, Tetzlaff, Godejohann konnten die Veranstalter ein Jazztrio gewinnen, das den Ansprüchen der Komposition absolut gewachsen war. Jeder Musiker beherrscht sein Instrument meisterlich. Gemeinsam spielen sie mit großem Ausdruck und mitreißender Spielfreude. Intensiver Applaus für intensive Musik

Ralf Kapries, Espelkamp

Das Klangbild der CD vereinigt die Brillanz einer Studioaufnahme mit der klangräumlichen Natürlichkeit eines Live-Gigs. An den Stellen, an denen Peterson und seine damaligen Mitstreiter improvisieren, nehmen sich auch Kordes, Tetzlaff und Godejohann ihre Freiheiten und beeindrucken mit souveräner Musikalität, die sich vor den Vorbildern nicht zu verstecken braucht.
Thomas Klingebiel, Neue Westfälische

Oscar Petersons Werk schöpft heitere Wendigkeit und urwüchsige Kraft aus der afroamerikanischen Tradition des Gospel, des Swing, und modernen Jazz, organisch verknüpft mit Anleihen aus der klassischen Satztechnik. Ein einleitendes Motiv wurde vom Bass gespielt, Variationen vom Piano münden in wirbelnde Klangkaskaden, souverän dargeboten von Kordes.
Rainer Schmidt, Neue Westfälische

Oscar Petersons Easter Suite mit feinsten Gefühlsnuancen:
Künstlerische Sicht auf Passionsgeschichte begeistert großes Publikum.
- bewundernswerte Wiederbelebung dieses Stückes (...)
- das brillante Jazztrio von Kordes aus Bielefeld (...)
- gerne hätte man noch mehr von diesem Trio gehört
Reinald Hanke, Cellesche Zeitung

Musik der "Frohen Botschaft":
Jazz-Trio bewies in der Wildeshauser Alexanderkirche Phantasie und Sensibilität: (...) 
Das Trio spielte diese Musik sehr sensibel, mit kraftvoller Virtuosität, voller klanglicher Phantasie und emotionaler Tiefe. Vorher gab es Jacques Loussiers Bearbeitungen des c-Moll Präludiums aus dem Wohltemperierten Klaviers und der Gavotte aus der D-Dur Suite. Hinterher viele Zugaben: Temperamentvolle, leidenschaftliche und spielfreudige Standards, die erhebende "Hymn to freedom" etwa oder das "My heart belongs to daddy", das in dieser Umgebung - ganz ohne blasphemisch sein zu wollen - zu einer ganz anderen Art von "Vater unser" wurde. 
Günter Matysiak, Delmenhorster Kurier  

   

Mitreißende Spielfreude und beeindruckende Interpretation:

Eingebettet unter anderem in eine eigene Jazz-Bearbeitung des Trios von Johann Sebastian Bachs "Fuge in C-Moll", einem Titel aus der Feder von Jacques Loussier oder Oscar Petersons "Hymn To Freedom", übertrugen die Musiker die bewegende Passionsmusik auf ihre Instrumente und erzählten den Leidensweg Jesu Christi in einem modernen melodischen Jazz-Gewand. Voller mitreißender Spielfreude präsentierte das Trio der "Jazz-Gemeinde" eine beeindruckende Interpretation der Suite und servierte einen außergewöhnlichen Musikgenuss. "Nicht das Leiden, sondern die Hoffnung und die frohe Botschaft, die aus der Kreuzigung entstanden sind, stehen im Mittelpunkt", erzählte Olaf Kordes in seiner Moderation unter anderem über das Entstehen dieses Werks. Darum hieße es auch "Easter Suite" und nicht "Easter Passion". "Dieses Konzert passt wunderbar in die Alexanderkirche und ist ein Beweis dafür, dass Jazz nicht nur in Kneipen gespielt werden muss", unterstrich Kantor Ralf Grössler die Leistung des Trios. 
Kreiszeitung Wildeshausen
        

    

Jazz-Passion: Easter Suite

Es muss ja nicht immer die selben ollen Kamellen geben: In der Kulturkirche gibt es in diesem Jahr zum Fest die 1984 im Auftrag der BBC entstandene "Easter Suite" des im Dezember 2007 verstorbenen kanadischen Jazz-Pianisten Oscar Peterson. Das Stück beschreibt in neun Sätzen den Leidensweg Christi vom Letzten Abendmahl bis zur Himmelfahrt und gehört "zum lyrischsten wie komplexesten, was Peterson je komponiert hat", wie die Jazzzeit urteilte. In Bremen führen die Bielefelder Jazzmusiker Olaf Kordes (Piano), Wolfgang Tetzlaff (Bass) und Karl Godejohann (Schlagzeug) das Werk auf. Seit 2002 musizieren sie zusammen und haben inzwischen die "Easter Suite" zu ihrem Programmschwerpunkt gemacht. Oscar Peterson selbst hat die Suite mit Niels-Henning Ørsted Pedersen am Bass und Martin Drew am Schlagzeug nur für das BBC-Fernsehen aufgeführt. Das Bielefelder Piano-Trio ist im Sommer 2006 damit ins Studio gegangen. 

taz.de 02.04.09

  

Beeindruckende Dichte des Jazz - Die Passion Christi in ungewöhnlichem Gewand (…) Was nach Jazzmanier in leicht anmutendem Sound anhebt, verdichtet sich im Fortlauf der beschriebenen 9 Stationen unaufhaltsam. Die drei Instrumente verstricken sich zu einem unauflöslichen Klangbild, das jeden Gedanken an Unterhaltungsmusik verbietet. Das Spiel beschleunigt sich, gibt Suchen, Hasten und schließlich ein höllenhaftes Tempo vor, das hier in perfektem Zusammenspiel in Atemlosigkeit mündet. (…) Martina Dreisbach, Taunus-Zeitung, Frankfurter Neue Presse

    

Oscar Petersons vielseitige „Easter Suite“ geht unter die Haut (...)

Dass die Vertonung des österlichen Geschehens mit den Mitteln des Jazz überzeugend unter die Haut gehen kann, erlebten die Zuhörer in der Dreifaltigkeitskirche. (…) Ein fast romantisch dichtes feierliches letztes Abendmahl. (…) Sehr intensiv geriet der dritte Satz, „Verleugnung“: Aufgewühlt-zerfahrene Rhythmusfetzen transportierten glaubhaft Angst, Hektik und Fluchtreflex des Petrus. (…) Die von Peterson vertonte Passionsgeschichte wusste Situationen und Befindlichkeiten der involvierten Personen teils atemberaubend mitreißend, teils suggestiv und eindringlich zu umreißen.
Lucia Buch, Allgäuer Zeitung   
   

Swingendes Leiden Christi: Das Bielefelder Jazztrio Olaf Kordes (Piano), Wolfgang Tetzlaff (Kontrabass) und Karl Godejohann (Drums) interpretierte das beinahe vergessene Werk in der Neu-Ulmer Petruskirche auf überzeugende Weise. (…) Wirklich bildhaft ist das Verhör bei Pontius Pilatus: In einem langen, eindrucksvollen Schlagzeugsolo treten militärische Snare-Wirbel mit sanft geschlagenen Toms in Dialog. Eine Passage, die Drummer Godejohann eindrucksvoll meisterte. Feierlich und euphorisch natürlich auch das Finale „Er ist auferstanden“. (…) Als Zugabe präsentierte das Trio noch ein wundervoll getragenes afrikanisches Schlaflied und Petersons bekanntes Werk „Hymn to Freedom“. Großer Applaus.

(mgo) Augsburger Allgemeine
   

Das Gefühl absoluter Verlassenheit:
Die »Easter Suite« von Oscar Peterson BRONNBACH. (…) In etwa einjähriger Arbeit haben der Pianist Olaf Kordes, der Bassist Wolfgang Tetzlaff und der Schlagzeuger Karl Godejohann das im Original nur als DVD-Mitschnitt vorliegende Werk transkribiert, also vom bloßen Hören Note für Note festgehalten und vor allem auch unter den einzelnen Parts abgeglichen, ein gewaltiges Stück Arbeit, das im vollbesetzten und winterlich temperierten Kirchenschiff wärmstens ankam. (…) Diese bisher wenig bekannte, äußerst anrührende Jazz-Trio-Version der Passionsgeschichte wurde jeweils zu Beginn ihrer neun Sätze von Alexandra Eck, Leiterin des Besucherpastorals am Würzburger Dom, mit gut akzentuiert vorgelesenen Texten aus den Evangelien eingeleitet. Auf diese Weise eingestimmt entfalteten dann die drei Interpreten brillant Petersons musikalische Umsetzung. Dabei wurde der theologische Ansatz einer auf Versöhnung und Vergebung angelegten Interpretation durch überwiegend harmonische und melodiöse Partien überaus deutlich. Dieses gleich zu Beginn, das letzte Abendmahl betreffend, an dem Olaf Kordes am Piano solo dezent die Passionsgeschichte auf den Weg brachte, die zum Ausklang des Konzerts, nach dem dann erlaubten Beifall, noch einmal wiederholt wurde. Besonders eindrucksvoll gestalteten die Musiker den fünften Satz, »Das Verhör«, der mit einem massiven Schlagzeugsolo Karl Godejohanns einsetzte und sich im filigranen Basssolo, das Wolfgang Tetzlaff glänzend meisterte, auffächerte. Und auch die ergreifende siebte Szene, »Warum hast du mich verlassen?«, begann zurückhaltend am Piano und steigerte sich an den Drums, schien das Englische »Why have you forsaken me?« wie in einem Choral als Gefühl absoluter Verlassenheit abzubilden und in schnellen Läufen des Basssolos auszuklingen. Die letzte Szene, die die Auferstehung schildert, entwickelte sich zu einem fulminanten Finale in klassischer Abfolge der einzelnen Soli, wobei Godejohann am Schlagzeug wahre Freudenrhythmen ins uralte Gemäuer der Abteikirche schlug. 
Wolf Wiechert, Main-Echo
    

„Und der Vorhang im Tempel zerriss, von oben an bis unten“, (gemeint ist der Vorhang, der das Heilige vom Allerheiligsten im Tempel trennt). Das Jazztrio spielte an dieser Grenze und nahm das begeisterte Publikum mit an den Ort, wo Scheitern und Sieg, Machtlosigkeit und Gewalt, Wahrheit und Lüge zugleich auftauchen konnten. So war Versöhnung bis zum letzten Ton spürbar ohne dass Verleugnung, Verrat und Verhör ihre grausame Fratze verloren. Das Motiv der Gottesverlassenheit war getragen von einer Melodie der Zuversicht und klang wie ein Protest des Schlagzeugs gegen jede Form von Depressivität. Die Musiker Olaf Kordes am Klavier, Wolfgang Tetzlaff am Kontrabass und Karl Godejohann am Schlagzeug überzeugten durch perfektes Zusammenspiel. Jedes Instrument hatte eigene Tiefe und Brillanz und zugleich wirkten sie wie ein Klangkörper, der die Zuhörer mitnahm.
Christine Scheele, NW-Lübbecke    
   

Persönliche Annäherung an Passion
Mit einer Bach-Bearbeitung von Jacques Loussier und weiteren Titeln von Oscar Peterson (»Hymn to Freedom«, »You Look Good to Me«) bewies das Bielefelder Trio dann einmal mehr seine Klasse und große Vielseitigkeit. Afrikanisch-fröhlich (Abdullah Ibrahims »Chisa«) ging das Konzert nach anderthalb Stunden zu Ende: Ein Ausklang ganz im Sinne des letzten Satzes von Petersons neu zu entdeckender »Easter Suite«.
Cornelia Müller, WB-Lübbecke