Pressestimmen:
Packend interpretiert
Jazz Trio setzt "Easter Suite" perfekt um
VON ROLF GRAFF
Minden (rgr). Die "Easter-Suite" gehört zu den eher unbekannten Kompositionen von Oscar Peterson. Sie wurde nie auf einem Tonträger veröffentlicht und erschien nur in einem Live-Mittschnitt der BBC auf Video. Das Bielefelder Jazz Trio hat das Werk nach dieser Aufnahme trans-kribiert, vor einiger Zeit auf CD gebannt und ist damit auch zu Konzerten unterwegs, wie jetzt auch in Minden bei den Orgeltagen in St. Martini zu erleben war. (...) Olaf Kordes (Klavier), Wolfgang Tetzlaff (Bass) und Karl Godejohann (Schlagzeug) bilden das Bielefelder Jazz Trio, das sich als sehr kompetente Gruppe für die "Easter Suite" erwies. Olaf Kordes scheint sich ausgiebig mit der Spielweise Petersons auseinandergesetzt zu haben und so sind seine Interpretationen bis in die Akzentuierungen stimmig und zudem packend. (...) Die dynamische Spielweise der Band hat das Übrige zu dieser gelungenen Aufführung beigetragen. Wolfgang Tetzlaffs Spiel auf dem Kontrabass setzt unaufdringlich Akzente und Karl Godejohanns nuanciert kraftvolles Schlagzeugspiel gewinnt sogar noch durch die Akustik der Kirche, was besonders am Schlagzeugsolo zum 5. Satz "Trial" deutlich wird. (...) Nach anhaltendem Klatschen und Stampfen folgte als beschwingte Zugabe noch Petersons "You Look Good To Me".
Mindener Tageblatt, 11/2011
Karlsruhe (…) In der Kleinen Kirche war dieses Werk nun zu genießen und mit dem Bielefelder Jazz-Trio Kordes-Tetzlaff-Godejohann (Olaf Kordes, Piano; Wolfgang Tetzlaff, Kontrabass; Karl Godejohann, Drums), das dieses nahezu vergessene und nach Originalaufnahmen transkribierte Werk aufführte, stellte sich eine geradezu berufene Formation vor, die Zuhörer mit Petersons feinsinniger und tiefgläubiger Sicht der Passionsgeschichte hinzureißen.
Claus Dieter Hanauer, Badische Neueste Nachrichten, 05/2011
Passion und gute Laune
Oscar Petersons „Easter Suite" und mehr in St. Michaelis, VON BIRGIT JÜRGENS
HILDESHEIM. Sie sind wieder da: Die Bielefelder Jazzer (…) haben sich erneut auf den Weg nach Hildesheim gemacht, um nach drei Jahren und großem Erfolg im Auditorium des Michaelisklosters Oscar Petersons „Easter Suite" aufleben zu lassen. Diesmal nutzt das renommierte Trio die St.-Michaelis-Kirche, um nicht nur, wie laut Programm zu vermuten wäre, dieses knappe, gleichwohl große Werk des legendären Jazzpianisten zu interpretieren, sondern darüber hinaus noch einen zweiten Konzertteil zu präsentieren. (…) Grandiose Soli, dynamische Sprengkraft, Power pur kennzeichnen diese drei Profis, die sich sowohl ihre eigenen Freiräume gönnen als auch selbstverständlich gemeinsamen Weges durch diese besonderen Stationen der Passionsmusik gehen. (…) Es sind Freude und Zuversicht, die besonders im Finale förmlich durchbrechen Die Musiker verströmen die positiven Stimmungen in rasanten Soli, verleihen dem Satz große, rauschende Crescendi und unterstreichen die Freude über die Auferstehung. Und hier passt es dann auch, nach dieser besonderen Form der Passionsmusik zu applaudieren und weitere Kompositionen zu präsentieren. (…) Thematisch fügt sich vor allem Petersons „Hymn To Freedom" in die „Easter Suite" ein. Doch zwei Werke hallen noch besonders nach. Zum einen ist es Jacques Loussiers „Play-Bach"-Version des erster Satzes aus Bachs fünftem Brandenburgischen Konzert. Dass Bach der erste Jazz-Musiker überhaupt war, wusste Loussier Und das Trio Kordes-Tetzlaff-Godejohann weiß es ebenfalls. Perlend, großartig durchsichtig und frisch bringen die Musiker Bewegung in diesen Bach. Wer vor drei Jahren bereits das Trio gehört hat, konnte sich vielleicht schon denken, mit welchem Gassenhauer das Publikum verabschiedet wird: Petersons „You Look Good To Me". Gute-Laune-Musik, verströmt von einem erstklassigen Trio.Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 04/2011
Von Hermann Schmid
Begeisterter Applaus und Bravo-Rufe der Zuhörer, die unter anderem auch noch eine Jacques-Loussier-Version von Bachs 5. Brandenburgischem Konzert und Oscar Peterson Ode an Martin Luther King „Hymn to Freedom“ zu hören bekamen.
Augsburger Allgemeine, 04/2011
Beeindruckender Jazz zum Ostergeschehen
(…) Die mitreißende Musik der „Easter
Suite" spiegelt den Text der Passionsgeschichte und wurde vom Jazztrio
Kordes-Tetzlaff-Godejohann mit Olaf Kordes am Piano, Wolfgang Tetzlaff am
Kontrabass und Karl Godejohann an den Drums mit grandioser Spielfreude umgesetzt.
(…) Als Zugabe für die begeisterten Zuhörer spielte das Trio die Martin
Luther King gewidmete „Hymn to freedom", deren „dort durchscheinender Optimismus
zur „Easter Suite" passe, so Karl Godejohann in seiner Ansage.
Sandra C. Siegemund, 05/2011
Swingendes Leiden Christi:
Das Bielefelder Jazztrio Olaf Kordes (Piano), Wolfgang Tetzlaff
(Kontrabass) und Karl Godejohann (Drums) interpretierte das beinahe
vergessene Werk in der Neu-Ulmer Petruskirche auf überzeugende Weise.
(…) Wirklich bildhaft ist das Verhör bei Pontius Pilatus: In einem
langen, eindrucksvollen Schlagzeugsolo treten militärische Snare-Wirbel
mit sanft geschlagenen Toms in Dialog. Eine Passage, die Drummer
Godejohann eindrucksvoll meisterte. Feierlich und euphorisch natürlich
auch das Finale „Er ist auferstanden“. (…) Als Zugabe präsentierte das
Trio noch ein wundervoll getragenes afrikanisches Schlaflied und
Petersons bekanntes Werk „Hymn to Freedom“. Großer Applaus.
(mgo) Augsburger Allgemeine, 2010
Das Gefühl absoluter Verlassenheit:
Die
»Easter Suite« von Oscar Peterson BRONNBACH. (…) In etwa einjähriger
Arbeit haben der Pianist Olaf Kordes, der Bassist Wolfgang Tetzlaff und
der Schlagzeuger Karl Godejohann das im Original nur als DVD-Mitschnitt
vorliegende Werk transkribiert, also vom bloßen Hören Note für Note
festgehalten und vor allem auch unter den einzelnen Parts abgeglichen,
ein gewaltiges Stück Arbeit, das im vollbesetzten und winterlich
temperierten Kirchenschiff wärmstens ankam. (…) Diese bisher wenig
bekannte, äußerst anrührende Jazz-Trio-Version der Passionsgeschichte
wurde jeweils zu Beginn ihrer neun Sätze von Alexandra Eck, Leiterin des
Besucherpastorals am Würzburger Dom, mit gut akzentuiert vorgelesenen
Texten aus den Evangelien eingeleitet. Auf diese Weise eingestimmt
entfalteten dann die drei Interpreten brillant Petersons musikalische
Umsetzung. Dabei wurde der theologische Ansatz einer auf Versöhnung und
Vergebung angelegten Interpretation durch überwiegend harmonische und
melodiöse Partien überaus deutlich. Dieses gleich zu Beginn, das letzte
Abendmahl betreffend, an dem Olaf Kordes am Piano solo dezent die
Passionsgeschichte auf den Weg brachte, die zum Ausklang des Konzerts,
nach dem dann erlaubten Beifall, noch einmal wiederholt wurde. Besonders
eindrucksvoll gestalteten die Musiker den fünften Satz, »Das Verhör«,
der mit einem massiven Schlagzeugsolo Karl Godejohanns einsetzte und
sich im filigranen Basssolo, das Wolfgang Tetzlaff glänzend meisterte,
auffächerte. Und auch die ergreifende siebte Szene, »Warum hast du mich
verlassen?«, begann zurückhaltend am Piano und steigerte sich an den
Drums, schien das Englische »Why have you forsaken me?« wie in einem
Choral als Gefühl absoluter Verlassenheit abzubilden und in schnellen
Läufen des Basssolos auszuklingen. Die letzte Szene, die die
Auferstehung schildert, entwickelte sich zu einem fulminanten Finale in
klassischer Abfolge der einzelnen Soli, wobei Godejohann am Schlagzeug
wahre Freudenrhythmen ins uralte Gemäuer der Abteikirche schlug.
Wolf Wiechert, Main-Echo, 04/2010
„Und der Vorhang im Tempel zerriss,
von oben an bis unten“, (gemeint ist der Vorhang, der das Heilige vom
Allerheiligsten im Tempel trennt). Das Jazztrio spielte an dieser Grenze
und nahm das begeisterte Publikum mit an den Ort, wo Scheitern und
Sieg, Machtlosigkeit und Gewalt, Wahrheit und Lüge zugleich auftauchen
konnten. So war Versöhnung bis zum letzten Ton spürbar ohne dass
Verleugnung, Verrat und Verhör ihre grausame Fratze verloren. Das Motiv
der Gottesverlassenheit war getragen von einer Melodie der Zuversicht
und klang wie ein Protest des Schlagzeugs gegen jede Form von
Depressivität. Die Musiker Olaf Kordes am Klavier, Wolfgang
Tetzlaff am Kontrabass und Karl Godejohann am Schlagzeug überzeugten
durch perfektes Zusammenspiel. Jedes Instrument hatte eigene Tiefe und
Brillanz und zugleich wirkten sie wie ein Klangkörper, der die Zuhörer
mitnahm.
Christine Scheele, NW-Lübbecke, 04/2010
Mit einer Bach-Bearbeitung von Jacques Loussier und weiteren Titeln von Oscar Peterson (»Hymn to Freedom«, »You Look Good to Me«) bewies das Bielefelder Trio dann einmal mehr seine Klasse und große Vielseitigkeit. Afrikanisch-fröhlich (Abdullah Ibrahims »Chisa«) ging das Konzert nach anderthalb Stunden zu Ende: Ein Ausklang ganz im Sinne des letzten Satzes von Petersons neu zu entdeckender »Easter Suite«.
Cornelia Müller, WB-Lübbecke, 04/2010
Als wäre Oscar Peterson dabei gewesen
Jazzige Passionsmusik des Trios Kordes-Tetzlaff-Godejohann im Audienzsaal
VON THOMAS SCHULZE-ATHENS
Dass der Jazz eine seiner Wurzeln auch geistlicher Musik wie den Spirituals verdankt, wird von Vielen nicht bedacht. So war es nur folgerichtig, auch dem Jazz innerhalb der Reihe „Musica Sacra“ seinen Platz zu geben. (…) Das Profi-Trio hatte es sich in der Vergangenheit zur Aufgabe gemacht, Oscar Petersons „Easter Suite“ nach über 20 Jahren wieder populär zu machen. (…) Beeindruckend, wie die drei Spieler es verstanden, der Jazzlegende Oscar Peterson auf ihre ganz persönliche Weise ein Denkmal zu setzen. Brillantes Klavierspiel, ein hochsensibler Drummer, der alle Nuancen seiner Percussion beherrschte (Jazz-Drummer sind einfach die besten Schlagzeuger!) und ein absolut zuverlässiger Bassist verstanden es, eine Atmosphäre herbeizuzaubern, die Einem den Eindruck vermitteln konnte, als sei der 2007 verstorbene Oscar Peterson persönlich anwesend.
Paderborner Kreiszeitung, 10/2009
Ein bleibender Eindruck
Mit großem Einfühlungsvermögen interpretierten die drei Musiker diese stimmungsreiche Musik. Olaf Kordes spielte seinen technisch anspruchsvollen Part mit wunderbarem Anschlag, Wolfgang Tetzlaff bewältigte Passagen, in denen Peterson den Bass in höchste Lagen führt. Herrlich passte dazu die Vielfalt in Godejohanns Spiel auf seinem sechsteiligen Schlagzeugset. (...) Mit einer Zugabe reagierte das Jazz-Trio auf den dankbaren Beifall der Zuhörer.
Susanne Döring, Darmstädter Echo, Echo-Online, 03/2010
Bestechende Perfektion in 9 Sätzen:
- ein mitreißendes Hörerlebnis.
- kammermusikalischer Jazz höchster Qualität.
- die drei Ausnahmemusiker spielten die „Easter Suite“ des Pianogiganten (…)
mal mitreißend-dramatisch, mal zurückhaltend sensibel.
- Petersons Handschrift ließ sich nicht verleugnen.
- die Spielfreude der drei mündete in einem mitreißenden Hörerlebnis.
NWZonline, 03/2009
Hingabe, die man hört:
Mit hör- und sichtbarer Spielfreude begeisterte das Bielefelder Jazz-Trio Kordes/Tetzlaff/ Godejohann mit Oscar Petersons „Easter Suite“ und erntete donnernden Applaus. Der erste Satz der selten aufgeführten „Easter Suite“ war noch nicht ganz verklungen, da hielt es die ersten Zuhörer schon kaum noch auf ihren Sitzen. Ansteckend war sie, die Energie und Dynamik der drei Musiker, mit der sie die bewegende Passionsmusik von Peterson auf ihre Instrumente übertrugen. Mal mitreißend-dramatisch, mal zurückhaltend-sensibel erzählten Kordes, Tetzlaff und Godejohann den Leidensweg Jesu Christi im modernen melodischen Jazz-Gewand. Die Zuhörer belohnten sie dafür mit minutenlangem Beifall und lautstarken Begeisterungsbekundungen. (…) Nach der Pause spielte das Trio eine abwechslungsreiche Mischung aus Klassikern und neu interpretierten Stücken. Dabei durften weder Dean Martins „Sway“ in einer eigenwilligen Abwandlung der Jazz-Virtuosen noch die „Gavotte“ von Jacques Loussier fehlen.
Babett Jahn, Brake, 03/2009
Jazz vom Feinsten begeistert Zuhörer (...)
Gewaltig war die Spielfreude, gewaltig war die Präzision und nicht minder gewaltig war das daraus resultierende Hörerlebnis. (…) Furiose Soli unterstrichen auch im Haus Siekmann die Dramatik der Musik und ließen die Zuhörer im Wortsinn erschauern, aber nicht erschrecken. Von zart bis hart, laut und leise, konnte sich kaum jemand der eindringlichen Musik entziehen. (…) „Einfach großartig, das war ein purer Genuss“, begeisterte sich der Theologe Prof. Dr. Ulonska und lobte die Veranstalter für die gelungene Wahl des Wochenauftakts. In der Pause gaben die Musiker ihren Zuhörern die Gelegenheit zum Gespräch, bevor sie im zweiten Teil eigene Kompositionen vorstellten.
Peter Schniederjürgen, Ahlener Zeitung, 03/2009
Locker, luftig, leicht: Das Trio bebildert technisch und musikalisch staunenswert. (...) Das Publikum ist gebannt von den gehaltvollen Improvisationskünsten, den mächtigen Crescendi. (...) Den Spielern liegt die Suite ebenso wie ein eigensinniges, eigenes Arrangement von Frank Sinatras "The Way You Look Tonight". (...) In der Zugabe nochmals der Beweis für bestes Miteinander: "You look good to me".
Birgit Jürgens, Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 2008
Das Ostertriumvirat initierte Auferstehung: Ein mitreißendes Hörerlebnis. Was man auf jeden Fall hört, sind 9 Sätze, die von bestechender Perfektion und Spielfreude künden und in der sich der Enthusiasmus der Musiker auf den Hörer überträgt.
Uta Jostwerner, Westfalenblatt, 2006
Bildhaft eindringlicher Jazz zum Karfreitag: Beeindruckende Interpretation von Oscar Petersons "Easter Suite" zum Karfreitag in St. Martin. (...) Kordes und Tetzlaff transkribierten den Mitschnitt und spielten eine eigene CD-Fassung ein. Das Ergebnis hat hohen Repertoirewert und verdient besondere Beachtung.
Ludger Rehm, Bramsche, 2008
Das Trio Kordes, Tetzlaff, Godejohann spielte kammermusikalischen Jazz höchster Qualität. (...) Jeder der nicht da war, hat allen Grund sich zu ärgern. (...) Petersons Passion ist anders. Er setzt auf die frohe Botschaft, die aus der Kreuzigung entstanden ist. Der Komponist kann nicht verleugnet werden. Die perlenden Läufe mit der rechten Hand, die Akzent gebende Linke, das ist typisch, das ist großartig. Gut, das Kordes sich als Jazzer zurücknahm und nicht der Interpretationswut anheim fiel. (...) Die Musik steht für sich.
Gunter Held, NW, Herford, 2008
Oscar Petersons "Easter Suite" ein großer Musikgenuss in der Thomaskirche:
Mit dem Trio Kordes, Tetzlaff, Godejohann konnten die Veranstalter ein Jazztrio gewinnen, das den Ansprüchen der Komposition absolut gewachsen war. Jeder Musiker beherrscht sein Instrument meisterlich. Gemeinsam spielen sie mit großem Ausdruck und mitreißender Spielfreude. Intensiver Applaus für intensive Musik
Ralf Kapries, Espelkamp, 2008
Das Klangbild der CD vereinigt die Brillanz einer Studioaufnahme mit der klangräumlichen Natürlichkeit eines Live-Gigs. An den Stellen, an denen Peterson und seine damaligen Mitstreiter improvisieren, nehmen sich auch Kordes, Tetzlaff und Godejohann ihre Freiheiten und beeindrucken mit souveräner Musikalität, die sich vor den Vorbildern nicht zu verstecken braucht.
Thomas Klingebiel, Neue Westfälische, 2006
Oscar Petersons Werk schöpft heitere Wendigkeit und urwüchsige Kraft aus der afroamerikanischen Tradition des Gospel, des Swing, und modernen Jazz, organisch verknüpft mit Anleihen aus der klassischen Satztechnik. Ein einleitendes Motiv wurde vom Bass gespielt, Variationen vom Piano münden in wirbelnde Klangkaskaden, souverän dargeboten von Kordes.
Rainer Schmidt, Neue Westfälische, 2006
Oscar Petersons Easter Suite mit feinsten Gefühlsnuancen:
Künstlerische Sicht auf Passionsgeschichte begeistert großes Publikum.
- bewundernswerte Wiederbelebung dieses Stückes (...)
- das brillante Jazztrio von Kordes aus Bielefeld (...)
- gerne hätte man noch mehr von diesem Trio gehört
Reinald Hanke, Cellesche Zeitung, 2008
Musik der "Frohen Botschaft":
Jazz-Trio bewies in der Wildeshauser Alexanderkirche Phantasie und Sensibilität: (...)
Das Trio spielte diese Musik sehr sensibel, mit kraftvoller Virtuosität, voller klanglicher Phantasie und emotionaler Tiefe. Vorher gab es Jacques Loussiers Bearbeitungen des c-Moll Präludiums aus dem Wohltemperierten Klaviers und der Gavotte aus der D-Dur Suite. Hinterher viele Zugaben: Temperamentvolle, leidenschaftliche und spielfreudige Standards, die erhebende "Hymn to freedom" etwa oder das "My heart belongs to daddy", das in dieser Umgebung - ganz ohne blasphemisch sein zu wollen - zu einer ganz anderen Art von "Vater unser" wurde.
Günter Matysiak, Delmenhorster Kurier, 2009
Mitreißende Spielfreude und beeindruckende Interpretation:
Eingebettet unter anderem in eine eigene Jazz-Bearbeitung des Trios von Johann Sebastian Bachs "Fuge in C-Moll", einem Titel aus der Feder von Jacques Loussier oder Oscar Petersons "Hymn To Freedom", übertrugen die Musiker die bewegende Passionsmusik auf ihre Instrumente und erzählten den Leidensweg Jesu Christi in einem modernen melodischen Jazz-Gewand. Voller mitreißender Spielfreude präsentierte das Trio der "Jazz-Gemeinde" eine beeindruckende Interpretation der Suite und servierte einen außergewöhnlichen Musikgenuss. "Nicht das Leiden, sondern die Hoffnung und die frohe Botschaft, die aus der Kreuzigung entstanden sind, stehen im Mittelpunkt", erzählte Olaf Kordes in seiner Moderation unter anderem über das Entstehen dieses Werks. Darum hieße es auch "Easter Suite" und nicht "Easter Passion". "Dieses Konzert passt wunderbar in die Alexanderkirche und ist ein Beweis dafür, dass Jazz nicht nur in Kneipen gespielt werden muss", unterstrich Kantor Ralf Grössler die Leistung des Trios.
Kreiszeitung Wildeshausen, 2009
Jazz-Passion: Easter Suite
Es muss ja nicht immer die selben ollen Kamellen geben: In der Kulturkirche gibt es in diesem Jahr zum Fest die 1984 im Auftrag der BBC entstandene "Easter Suite" des im Dezember 2007 verstorbenen kanadischen Jazz-Pianisten Oscar Peterson. Das Stück beschreibt in neun Sätzen den Leidensweg Christi vom Letzten Abendmahl bis zur Himmelfahrt und gehört "zum lyrischsten wie komplexesten, was Peterson je komponiert hat", wie die Jazzzeit urteilte. In Bremen führen die Bielefelder Jazzmusiker Olaf Kordes (Piano), Wolfgang Tetzlaff (Bass) und Karl Godejohann (Schlagzeug) das Werk auf. Seit 2002 musizieren sie zusammen und haben inzwischen die "Easter Suite" zu ihrem Programmschwerpunkt gemacht. Oscar Peterson selbst hat die Suite mit Niels-Henning Ørsted Pedersen am Bass und Martin Drew am Schlagzeug nur für das BBC-Fernsehen aufgeführt. Das Bielefelder Piano-Trio ist im Sommer 2006 damit ins Studio gegangen.
taz.de 02.04.09
Beeindruckende Dichte des Jazz - Die Passion Christi in ungewöhnlichem Gewand (…) Was nach Jazzmanier in leicht anmutendem Sound anhebt, verdichtet sich im Fortlauf der beschriebenen 9 Stationen unaufhaltsam. Die drei Instrumente verstricken sich zu einem unauflöslichen Klangbild, das jeden Gedanken an Unterhaltungsmusik verbietet. Das Spiel beschleunigt sich, gibt Suchen, Hasten und schließlich ein höllenhaftes Tempo vor, das hier in perfektem Zusammenspiel in Atemlosigkeit mündet. (…) Martina Dreisbach, Taunus-Zeitung, Frankfurter Neue Presse, 2009
Oscar Petersons vielseitige „Easter Suite“ geht unter die Haut (...)
Dass die Vertonung des österlichen Geschehens mit den Mitteln des Jazz überzeugend unter die Haut gehen kann, erlebten die Zuhörer in der Dreifaltigkeitskirche. (…) Ein fast romantisch dichtes feierliches letztes Abendmahl. (…) Sehr intensiv geriet der dritte Satz, „Verleugnung“: Aufgewühlt-zerfahrene Rhythmusfetzen transportierten glaubhaft Angst, Hektik und Fluchtreflex des Petrus. (…) Die von Peterson vertonte Passionsgeschichte wusste Situationen und Befindlichkeiten der involvierten Personen teils atemberaubend mitreißend, teils suggestiv und eindringlich zu umreißen.
Lucia Buch, Allgäuer Zeitung, 2009